1892

Gegründet wurde der Wellingdorfer Turnverein am 09.April 1892 . Die Gründungsversammlung fand in der Gaststätte „Först Gasthof“ statt. Der Gastwirt Ernst Först stellte nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung, sondern gab dem Verein zur Starthilfe auch ein Darlehen in Höhe von 800,- Mark. Das Darlehen musste innerhalb von 5 Jahren zurückgezahlt werden und diente zur Anschaffung von Geräten. Der erste Vorstand des Turnvereins setzte sich aus folgenden Mietgliedern zusammen.

 

1. Vorsitzender: Hauptlehrer Eduard Groth,

2. Vorsitzender: Wilhelm Meier

Schriftführer: Lehrer Hermann Schlüter

Turnwart: Rudolf Träger

1. Zeugwart: Wilde

2. Zeugwart: Johannes Lübbert.

 

 

1893

wurde der Verein, der inzwischen 66 Mitglieder zählte, in den Ostholsteinischen Turngau aufgenommen und war damit gleichzeitig Mitglied in der Deutschen Turnerschaft.

 

1893

Von Anfang an wurde im Verein natürlich geturnt. Denn dazu war er ja schließlich gegründet worden. 1893 begann Johannes Lübbert auch Knaben im Turnen zu unterweisen. Er leitete diese Abteilung, neben dem Amt als 1. Vorsitzender, das er 1897 übernommen hatte bis 1904. Um 1900 begannen dann ca. 30 Frauen und 40 Mädchen das Turnen. Damals allerdings noch unter „Ausschluss der Öffentlichkeit“. Die Turnabteilung, zu der auch immer noch die Leichtathleten gehörten (erst 1964 wurde hier eine eigene Abteilung gegründet) nahm an zahlreichen Deutschen Turnfesten, Gau Turnfesten und Kreisturnfesten teil. Dank der systematischen Ausbildung im Verein kamen viele der Turner von diesen Sportfesten mit Siegerkränzen Heim. Bis 1939 nahm das Turnen im WTV einen stetigen Aufschwung aber schon 1941 als die ersten Bombenangriffe einsetzten, meldete das Protokoll, dass der Turnbetrieb nur noch mühsam aufgehalten werden konnte. 1943 wurde dann die Turnhalle beschlagnahmt und der Übungsbetrieb musste kurz darauf ganz eingestellt werden. Dem Wiederbeginn 1945 standen große Schwierigkeiten entgegen, da es keine intakte Turnhalle mehr gab. Von den vielen Oberturnwarten die die Turnabteilung durch die Wirren der Nachkriegszeit geführt haben, seien hier stellvertretend der erste Oberturnwart nach dem Krieg Johann Hintz und die Wellingdorfer Turnerlegende Rudolf Seifert (1953-56 und 1958-60) erwähnt. Das Turnen im WTV boomte weiter und zahlreiche Siegerurkunden und Plaketten wurden auf den verschiedenen Turnfesten und in verschiedene Altersklassen gewonnen.

1966 war es dann wieder Rudolf Seiffert der den Posten des Oberturnwartes übernahm und ihn bis 1975 bekleidete. Ihm folgten Dieter Ohland für die Jahre 1975 – 1978 und Maren Thomsen – jetzt Knittel- 1978-1985. Ihr folgte als letzte Oberturnwartin im Verein Iris Wellendorf. Gegenwärtig steht bei uns die Breitenarbeit im Turnen im Vordergrund unserer Bemühungen. Mit Spaß und Freude sollen die Kinder an das Turnen herangeführt werde. Vielleicht gelingt es uns bei systematischer Arbeit auch irgendwann einmal wieder an Wettkämpfen teilnehmen zu können.

 

1895

Die weiblichen Vereinsmitglieder stifteten dem Verein die erste Vereinfahne. Die Fahne hat die zwei Weltkriege überstanden und befindet sich heute noch in Vereinsbesitz. Leider hat der Zahn der Zeit an der Fahne genagt, so dass sie nur noch zu in unserem Vereinsheim bestaunt werden kann. Anfang der 90 'er wurde sie durch eine neue Fahne ersetzt.

 

1904

Wurde der Spielmannszug gegründet, der ursprünglich nur aus 4 Spielleuten (2 Tamboure und 2 Hornisten) bestand. 1910 wurde der größer werdende Spielmannszug von dem Werftbesitzer Christian Kolbe mit Musikinstrumenten ausgestattet. Er war es auch, der den Spielmannszug nach dem 1. Weltkrieg 1922 erneut mit Instrumenten ausrüstete.

1968 wurde unter der Leitung der Brüder Walter und Gerhard Pagel ein Blasorchester gegründet. 1976 trat Walter Pagel als Obmann des Spielmannszuges zurück und das Amt übernahm Willy Reiher, der sein Amt jedoch 2 Jahre später wieder zur Verfügung stellte. 1978 wurde sein Nachfolger Norbert Preuß, der über viele Jahre die Geschicke der Spielleute lenken sollte. Unter seiner guten Aufbauarbeit konnten das Blasorchester und der Spielmannszug auf vielen Musikfesten gute Erfolge erringen. Leider sank die Mitgliederzahl des Blasorchesters im Jahre 1984 so stark, dass es seinen Betrieb einstellen musste. Der Spielmannszug jedoch besteht noch Heute und unter der Leitung von Jörg Klütsch begleitet er viele Gildefest, Laternenumzüge und natürlich die Vereinsfeierlichkeiten mit seiner Musik.

 

1907

Der Vereinsvorstand stellte an die Gemeindevertretung den Antrag auf den Bau einer Schulturnhalle. Dem Antrag wurde stattgegeben und der Zimmermeister Heitmann mit dem Bau der Turnhalle beauftragt.

 

Der erste Weltkrieg beeinträchtigte die Entwicklung des Vereins stark und nach dem Krieg ging es mit dem Turnen nur zähflüssig vorran. Erst mit dem Bau des Sportplatzes gab es neue Impulse.

 

1920

Einweihung des Sportplatzes am „Oberen Radsredder“ und Gründung einer Handballabteilung, die aber erst später offiziell ins Leben gerufen wurde.

 

1923

Die Handballabteilung wird offiziell gegründet. So konnte zum ersten Mal eine Männermannschaft an Pflichtspielen teilnehmen. 1925 herrschte in der Vereinführung die Meinung vor, dass Handballspielen in einem Turnverein nichts zu suchen habe. So ruhte infolge eines internen Spielverbotes der Handball zunächst vollends. Erst ab Herbst 1927 nahm der Handballsport im WTV dann wieder Fahrt auf. 1936 wurde die 1. Männermannschaft wieder Kreismeister und stieg in den Bezirk auf. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges war das Handballspiel vornehmlich als Feldspiel bekannt. Als dann 1965/66 erstmals der WTV in einer Hallenserie mitspielte, konnten 3 Männermannschaften und 5 Jugendmannschaften gemeldet werden. Unter der Leitung von Hans-Erich Theede (1949) Harald Thomsen (1950) Rudi Uecker (1951) Karl-Heinz Martens (1952-58), Hans Gärtner (1959-60), Heinz Jacobsen (1961-74) Jürgen Gohlke (1974-75) und Uwe Martens (1975-82) als Handballobleute nahm der Handball im WTV einen immer größeren Rahmen ein. In den Jahren 70' Jahren war der WTV der Ausrichter eines der größten Jugendhandballturniere Europas mit über 350 teilnehmenden Mannschaften. Da es immer schwieriger wurde ein solches Turnier zu organisieren, fand es im Jahre 1974 zum letzten Male statt. Nach Jürgen Pries (1982-85) und Horst Biedermann übernahm im Jahre 1993 Joachim Knittel das Zepter in der Handballabteilung. Siegmund Stengel war es dann, der im Rahmen der 100 Jahrfeier des Vereins zum ersten Male 1992 wieder ein Jugendhandballturnier einführte, das bis Heute jährlich veranstaltet wird. Im Jahre 2005 übernahm dann Kay Luhmann das Amt des Handballobmannes. Es folgte dann in der Saison 2008/2009 der Aufstieg der 1. Männer in die Handballoberliga. Leider fiel die Mannschaft der Neuschaffung der Schleswig-Holstein Liga zum Opfer und musste in der folgenden Saison, obwohl sie keinen Abstiegsplatz belegte den Gang in die neugeschaffene S.-H. Liga antreten. Auch dort konnte der Klassenerhalt leider nicht geschafft werden, so dass die Mannschaft in der Saison 2011/12 in der Landesliga Mitte spielt. Gerade im weiblichen Jugendbereich war der Verein in den letzten Jahren sehr erfolgreich, Der Jahrgang '94 stellte in den Jahren 2008 – 2011 regelmäßig den Kreisoberligameister und stieg im Jahre 2011 dann sogar in die Schleswig-Holstein Liga auf. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang die beiden Trainerinnen Sabine Dibbern und Sabrina Lunow, die diesen Jahrgang nun schon über viele Jahre begleiten.Aber auch die beide älteren Jahrgänge der weiblichen Jugend konnten in diesen Jahren viele Meisterschaften erringen, so dass die Hoffnung besteht, das auch für unsere 1. Frauenmannschaft der Weg irgendwann weiter nach oben führt. Im Jahre 2011 wurde der Sportfreund Rüdiger Hofmann neuer und bis heute letzter Handballobmann. In der Saison 2011/2012 spielen im Verein wieder vier Männermannschaften, zwei Frauenmannschaften und auch in den Jugendklassen sind wir fast überall vertreten.

 

 

 

1933

Der Verein war auf 431 Mitglieder angewachsen. Die Eintragung in das Vereinsregister wurde beschlossen, aber wegen der zu hohen Kosten zurückgestellt. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Robert Haase.

 

1935

Der Eintrag in das Vereinsregister wurde nachgeholt.

 

In den Jahren bis zum zweiten Weltkrieg wurde eifrig geturnt, aber auch Schlagball, Faustball und Handball wurde in unsrem Verein gespielt. Daneben übten sich viele Mitglieder im Fechten, in der Leichtathletik und im Tischtennis.

 

1936

Schon kurz nach der Gründung wurde in Wellingdorf Schlagball gespielt. Nach vielen gescheiterten Versuchen wurde dann 1936 zum ersten Mal die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft in Schweinfurt erreicht. Auch in den Jahren 1937 und 1938 wurde die Endrunde erreicht, der große Wurf ist dabei aber leider nicht gelungen. Immer wieder scheiterte man an dem zwölfmaligen Deutschen Meister Arbergen Bremen

 

1944

Nach der Zerstörung des Vereinslokals, der Sporthalle und des Sportplatzes und der ständigen Bombenangriffe hörte das Vereinsleben gegen Ende des Jahres zunächst auf.

 

1945

Am 17. November1945 versammelten sich, auf Initiative von Turnbruder Alfred Kairies, ca. 50 Turnbrüder und -schwestern in der Sennhütte zur ersten Mitgliederversammlung nach dem Krieg. Nach der Wahl bestand der Vorstand aus folgenden Personen.

1 Vorsitzender Alfred Kairies

2.Vorsitzender Paul Fischer

Kassenwart Heinrich Theede

Schriftwart Robert Ueberschaer

 

Ausserden wurden mit Detlef Dibbern ein Handballwart, mit Johann Hintz ein Oberturnwart und mit Rudolf Lämmerhirt ein Jugendwart gewählt. Claus Theede wurde Beisitzer.

 

1946

Anfang des Jahres hatte der Verein schon wieder 127 eingeschriebene Mitglieder

 

1950

Die Sporthalle am Gymnasium war wieder hergestellt und die Turner hatten damit wieder eine zufriedenstellende Übungsstätte.

 

1951

Nach vierjähriger Bauzeit konnte im Mai der Sportplatz seiner Bestimmung übergeben werden. Die Mitgliederzahl des Vereins stieg auf 463 Personen an. Harald Thomsen übernahm das Amt des Kassenwartes, das er 35 Jahre inne hatte bis er es 1986 an Stefan Hohm übergab. Der führte die Vereinskasse bis 1990. Ab da an übernahm Renate Tennstedt die die Vereinsfinanzen ebenfalls über einen langen Zeitraum nämlich bis 2004verwaltete. Von da an bis zum heutigen Tage ist Silke Hornung als 1. Kassenwartin für die Finanzen verantwortlich.

 

1952

Der Verein hatte jetzt 575 Mitglieder und mit Hans Erich Theede einen neuen 2. Vorsitzenden.

 

1953

Der Verein erwirbt von der Stadt Kiel eine Baracke, die in verschiedenen Bauabschnitten bis 1960 erweitert und als Vereinsheim genutzt wird. Es sollte noch ein paar Jahre dauern bis der Verein das schöne neue Vereinsheim, dass wir Heute unser Eigen nennen, in Angriff nehmen konnte.

 

 

1957

Auf dem Sportplatz Radsredder wird ein Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen der zwei Weltkriege, sowie der verstorbenen Vereinsmitglieder geweiht. 1979 musste das Mahnmal der Straßenbaumaßnahme des Ostringes weichen und wurde abgerissen Die seinerzeit eingemauerte Urkunde konnten wir sicherstellen.. Die Gedenkstunde am Volkstrauertag 1979 wurde deshalb vor einem schlichten Holzkreuz abgehalten Ein neues Ehrenmal wurde geplant, dessen Grundsteinlegung am 03.April 1980 stattfand. Eine Schatulle,die die Schatulle aus dem alten Ehrenmahl, ein Holzsplitter des Provisoriums, eine KN vom 03.April, ein Foto vom Volkstrauertag 1979 und eine weitere Urkunde enthält wurde in den Sockel eingemauert. Die feierliche Einweihung fand am 14.Juni 1980 statt. Die Weihrede hielt Pastor Hesse.

 

1960

Der Vorstand bestand jetzt aus folgenden Personen

 

1. Vorsitzender Alfred Kairies

2. Vorsitzender Hans-Erich Theede

Kassenwart Harald Thomsen

Schriftführer Hans-Erich Wellendorf

 

1968

Alfred Kairies der seit nun schon 23 Jahren den Vorsitz im Verein führt wird anlässlich seines 70. Geburtstags zum Ehrenmitglied ernannt.

Wird demnächst erweitert